Die Anschaffungskosten im Überblick

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Kalkuliere realistisch mit diesen Posten:

PositionGrobe SpanneHinweis
Holzofenca. 900–3.000 €je nach Leistung, Material, Ausstattung
Rauchrohr & Wandfutterca. 80–250 €abhängig von Länge & Form
Bodenplatte / Funkenschutzca. 60–250 €Glas, Stahl oder Naturstein
Schornstein (falls nötig)mehrere Tsd. €nur wenn nicht vorhanden
Schornsteinfeger-AbnahmeGebührPflicht vor Inbetriebnahme

Unsere Modelle starten beim MG 100 ab 899 € – inklusive kostenlosem Versand. Details zum Einbau stehen unter Holzofen anschließen.

Förderung: die ehrliche Einordnung

Wichtig vorweg: Ein klassischer, nur den Raum beheizender Holzofen (Einzelraumfeuerung) ist nach aktueller Lage in der Regel nicht über die Bundesförderung (BEG) förderfähig. Gefördert werden vor allem wassergeführte Biomasse-Zentralheizungen mit Pufferspeicher, die das gesamte Gebäude beheizen und strenge Emissionsgrenzen einhalten.

Konkret heißt das:

  • Klassischer Holzofen / Kaminofen: meist keine staatliche Förderung.
  • Wasserführender Scheitholz-/Pelletkessel als Zentralheizung: kann förderfähig sein, wenn die Voraussetzungen (Pufferspeicher, Emissionswerte, fachgerechte Einbindung) erfüllt sind.
  • Immer prüfen: Förderbedingungen ändern sich. Maßgeblich ist der aktuelle Stand von BAFA/KfW und die Einschätzung eines Energieberaters.

Wenn dich die Einbindung in die Heizung interessiert, lies die Seite zum wasserführenden Holzofen – dort liegt der realistische Förderhebel.

Laufende Kosten: Heizen mit Holz

Der große Vorteil von Scheitholz sind die günstigen und vergleichsweise stabilen Brennstoffkosten. Wie hoch sie konkret ausfallen, hängt ab von:

  • Bezugsquelle: selbst gemachtes Holz ist am günstigsten, fertiges Kaminholz teurer.
  • Verbrauch: abhängig von Ofenleistung, Heizverhalten und Dämmung.
  • Holzqualität: trockenes Holz liefert mehr Wärme pro Scheit – siehe Brennholz trocknen & lagern.

Dazu kommen kleine wiederkehrende Posten wie der jährliche Schornsteinfeger und gelegentliche Verschleißteile (Dichtungen, Schamotte).

Betriebskosten im Überblick

Unterm Strich setzen sich die Betriebskosten aus dem Brennstoff (Holz), dem jährlichen Schornsteinfeger und gelegentlichen Verschleißteilen wie Dichtungen oder Schamotte zusammen. Wer trockenes, günstig bezogenes Holz verfeuert, hält die Betriebskosten niedrig – ein klarer Vorteil gegenüber Gas oder Strom, deren Preise deutlich stärker schwanken. Mit der passenden Ofengröße und einem hohen Wirkungsgrad sinkt der Holzverbrauch zusätzlich.

Lohnt sich das?

Als Zuheizung entlastet ein Holzofen die Hauptheizung an kalten Tagen spürbar und macht unabhängiger von Gas- und Strompreisen. Der finanzielle Vorteil wächst mit der Nutzung und mit günstigem Holz. Wer nur selten ein Feuer für die Gemütlichkeit möchte, kauft den Ofen eher fürs Erlebnis als zum Sparen – beides ist völlig legitim.

Welche Größe wirtschaftlich sinnvoll ist (nicht zu groß!), zeigt der kW-Leitfaden.

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Kosten & Förderung – häufige Fragen

Was kostet ein Holzofen insgesamt?

Der Ofen selbst liegt je nach Größe und Ausstattung meist zwischen rund 900 und 3.000 €. Dazu kommen Anschluss und – falls nötig – Schornstein, Rauchrohr, Bodenplatte und die Schornsteinfeger-Abnahme. Plane neben dem Kaufpreis ein realistisches Budget für die Installation ein.

Wird ein klassischer Holzofen gefördert?

In der Regel nein. Die staatliche Heizungsförderung (BEG) zielt auf wassergeführte Biomasse-Zentralheizungen mit Pufferspeicher, die das Haus beheizen – nicht auf einzelne Kaminöfen als Zusatzheizung. Ein klassischer Scheitholz-Raumofen ist daher meist nicht förderfähig. Maßgeblich ist immer der aktuelle Förderstand.

Was kostet das Heizen mit Holz pro Jahr?

Das hängt von Verbrauch, Holzpreis und Bezugsquelle ab. Wer selbst Holz macht oder günstig einkauft, heizt sehr preiswert; bei gekauftem Kaminholz steigen die Kosten. Scheitholz ist aber meist deutlich günstiger und preisstabiler als Gas oder Strom.

Lohnt sich ein Holzofen finanziell?

Als Zuheizung kann ein Holzofen die Hauptheizung spürbar entlasten und Energiekosten senken – besonders bei steigenden Gas-/Strompreisen. Die Amortisation hängt von Nutzung und Holzpreis ab. Den klaren finanziellen Vorteil bringt vor allem regelmäßiges Heizen mit günstigem Holz.